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Umgang mit Rechtspopulismus : Die AfD nicht in eine Opferrolle drängen

  • -Aktualisiert am

Die Fraktionsvorsitzenden der AfD im Bundestag, Alice Weidel und Alexander Gauland, sprechen mit dem ersten Parlamentarischen Fraktionsgeschäftsführer der AfD, Bernd Baumann. Bild: dpa

Die AfD-Abgeordneten im Bundestag langen am Rednerpult kräftig zu und geben sich stramm nationalistisch. Ihre Provokationen sollten die anderen Parteien ins Leere laufen lassen. Ein Gastbeitrag.

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          Erste Erfahrungen mit der AfD im Bundestag zeigen: Die Abgeordneten treten im Plenum stramm nationalistisch auf und langen kräftig zu, haben aber bisher – anders als in vielen Landtagen – noch nicht gegen die Geschäftsordnung des Bundestages verstoßen. Außerhalb des Plenums jedoch lassen AfD-Abgeordnete jeden Anstand vermissen. Da wird das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus als „Schuldkult“ verunglimpft, werden Politiker mit Prostituierten verglichen und Menschen wegen ihrer Hautfarbe mit rassistischen Bemerkungen überzogen.

          Die Reden ostdeutscher AfD-Vertreter am Aschermittwoch verunglimpfen deutsche Staatsbürger türkischer Herkunft als „heimatloses Gesindel“. Dazu passt die Forderung aus AfD-Landesverbänden, mit der fremdenfeindlichen Pegida zusammenzuarbeiten – deren Initiator Lutz Bachmann rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilt wurde. Sogar eigenen Parteifreunden, die um ein bürgerliches Erscheinungsbild bemüht sind, missfällt diese Entwicklung zuweilen.

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