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AfD-Chefin verlässt Ehemann : Alternative für Petry

AfD-Chefin Frauke Petry Bild: dpa

Die Chefin der konservativen AfD, Frauke Petry, trennt sich vom Vater der gemeinsamen vier Kinder. Sie bestätigte die Beziehung zu einem anderen prominenten Politiker ihrer Partei.

          Die Parteivorsitzende der „Alternative für Deutschland“ (AfD), Frauke Petry, hat am Mittwochabend die Trennung von ihrem Ehemann bekanntgegeben. Gleichzeitig gab sie in einer Mitteilung an alle Parteimitglieder, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, ihre Beziehung zu dem nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Marcus Pretzell bekannt, mit dem sie „inzwischen sehr viel mehr als nur freundschaftliche Gefühle“ verbänden. „Nach über 14 Jahren Ehe werden mein Mann und ich zukünftig getrennte Wege gehen. Uns eint nach wie vor neben einer aufrichtigen Freundschaft die Liebe zu unseren gemeinsamen vier Kindern, für die wir weiterhin gleichberechtigt sorgen werden“, teilte Petry mit. Die Entscheidung zur Trennung liege schon einige Zeit zurück.

          Justus Bender

          Redakteur in der Politik.

          Die privaten Lebensumstände der Parteivorsitzenden waren in AfD-Kreisen in den vergangenen Monaten immer wieder Gegenstand politischer Streitigkeiten gewesen. Als Petry kürzlich den Versuch unternahm, Pretzell als kooptiertes Mitglied in den Bundesvorstand aufzunehmen, war ihr nach Informationen der F.A.Z. von Bundesvorstandsmitgliedern geraten worden, von diesem Versuch vor dem Hintergrund ihrer Beziehung zu Pretzell abzusehen. Auch die Tatsache, dass Pretzell seit Monaten durch seine Beziehung zu Petry einen starken Einfluss auf die Parteiführung ausgeübt hatte, war in der Partei von manchen Funktionären kritisch gesehen worden.

          Schon als vor einigen Monaten ein Flügelstreit die AfD zu spalten drohte, hatte Petry die besondere Bedeutung von Pretzell als einem engen Berater offenbart. Damals, als der heutige Alfa-Vorsitzende Bernd Lucke sie zu einem Vermittlungsgespräch zu treffen bereit war, soll Petry zur Bedingung gemacht haben, ein solches Gespräch nur in Begleitung von Pretzell absolvieren zu wollen. Lucke sagte seine Teilnahme daraufhin ab, was die Spaltung der Partei besiegelte.

          Der nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Marcus Pretzell

          Pretzell gilt in seiner Partei als umstritten, seit bekanntgeworden war, dass er persönliche Schulden nicht bezahlt hatte. Dies hatte durch das Versäumnis auf entsprechende Schreiben des Finanzamtes zu reagieren, zu einer kurzfristigen Pfändung des Parteikontos des nordrhein-westfälischen Landesverbandes geführt.

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