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Machtkampf in der AfD : Meuthen: Von Petrys Antrag ohnehin nichts gehalten

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Die beiden Bundesvorsitzenden der AfD: Frauke Petry (rechts) und Jörg Meuthen. Von Harmonie kann kaum die Ree sein. Bild: dpa

Der AfD-Parteitag wird für die Vorsitzende Petry zum Fiasko. Ihr Co-Parteichef Meuthen hingegen ist hocherfreut, spricht von Feierstimmung - und rechnet mit Petrys „Zukunftsantrag“ ab.

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          AfD-Bundesparteichef Jörg Meuthen geht von einem Ende der parteiinternen Querelen nach dem Bundesparteitag in Köln aus. „Ich habe immer gesagt, dass wir durch eine Phase des Streits müssen. Jetzt ist der Punkt erreicht, wo wir die Reihen schließen“, sagte Meuthen der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

          Er zeigte sich „hochzufrieden“ mit dem Verlauf des Parteitags, der am Sonntag zu Ende ging. Es habe fast Feierstimmung geherrscht. „Das gibt Grund zur Hoffnung.“ Die Partei habe nun ein Programm zur Bundestagswahl und ein Spitzenteam, das mit Alexander Gauland und Alice Weidel das Spektrum der Alternative für Deutschland (AfD) gut abbilde.

          Gauland werde eher als der nationalkonservative Vertreter der AfD gesehen - Weidel eher als Vertreterin des wirtschaftsliberalen Flügels, erklärte Meuthen. Zudem könne man sich bei beiden sicher sein, dass sie die Spitzenkandidatur gut könnten. Weidel kommt wie Meuthen aus dem baden-württembergischen AfD-Verband.

          Petrys Fiasko

          Meuthens Co-Parteichefin Frauke Petry scheiterte in Köln mit dem Versuch, die Partei auf einen „realpolitischen“ Kurs einzuschwören. Auf die Frage, ob damit das Ende von Petry als Bundesparteichefin eingeläutet sei, sagte Meuthen: „Ich sehe das nicht so dramatisch.“ Petry habe selbst entschieden, dass sie dem Spitzenteam zur Bundestagswahl nicht angehören wolle. Meuthen räumte ein, von Petrys „Zukunftsantrag“ für eine strategische Neuausrichtung der AfD, der dann nicht behandelt wurde, ohnehin nicht viel gehalten zu haben.

          AfD-Vorstandsmitglied Dirk Driesang hält es unterdessen für falsch, von Siegern und Verlierern zu sprechen. Frauke Petry sei immer noch Parteichefin und werde weiter gebraucht, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der Opernsänger aus Bayern betonte: „Sie ist nicht beschädigt für einen künftigen Fraktionsvorsitz im Bundestag.“

          Kritik übte Driesang am bayerischen AfD-Landesvorsitzenden Petr Bystron. Dieser habe sich zur Identitären Bewegung sehr missverständlich geäußert, so dass es „fast als Einladung an den Verfassungsschutz zu sehen war“.

          Wie vergangene Woche bekannt geworden war, beobachtet der bayerische Verfassungsschutz Bystron, nachdem dieser Sympathien für die rechtsextreme Gruppe hatte erkennen lassen. Aus Parteikreisen hieß es, der AfD-Bundesvorstand werde sich mit dieser Angelegenheit noch diese Woche befassen. Driesang, der für einen Parteiausschluss des Thüringer Rechtsauslegers Björn Höcke plädiert, hatte sich bei der Wahl der bayerischen Kandidaten für die Bundestagswahl Anfang April nicht durchsetzen können.

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