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Auf Parteitag : Berliner AfD-Chef will Bundesvorsitzender werden

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Will als AfD-Vorsitzender kandidieren: der Berliner Landesvorsitzende Georg Pazderski Bild: dpa

Der Berliner AfD-Landeschef Georg Pazderski will Bundesvorsitzender der Partei werden. Sein Ziel sei es, die AfD „dauerhaft in Deutschland als starke Kraft zu etablieren“.

          Der Berliner AfD-Landeschef Georg Pazderski will für den Vorsitz der Bundespartei kandidieren. „Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen habe ich mich jetzt entschieden, am Wochenende für eine Sprecherposition an der Spitze der AfD zu kandidieren“, sagte der 66-Jährige am Dienstag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

          Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Jürgen Braun, wolle Pazderski als Kandidaten vorschlagen. Pazderski ist auch Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus. Der frühere Bundeswehr-Oberst war 41 Jahre Soldat. Er führt die Berliner AfD seit wenigen Wochen allein, weil sich der Landesverband überraschend von seiner Doppelspitze getrennt hatte. Nun will die Bundespartei auf einem Delegiertenparteitag in Hannover am Wochenende eine neue Parteispitze wählen.

          Seit dem Abgang der Co-Vorsitzenden Frauke Petry hat die AfD nur noch einen Vorsitzenden: Jörg Meuthen. Der rechtsnationale Parteiflügel möchte, dass dies auch so bleibt. Er will die Abschaffung der Doppelspitze beantragen. Pazderski hat sich zwar bisher weitgehend aus den Flügelkämpfen der Partei herausgehalten. Unterstützer hat er aber eher unter den moderaten Parteimitgliedern.

          Der rechtsnationale Flügel nimmt ihm übel, dass er Anfang des Jahres im Bundesvorstand für das Parteiausschlussverfahren gegen den Vorsitzenden der Thüringer AfD-Landtagsfraktion, Björn Höcke, gestimmt hatte. Sein Ziel sei es, die AfD „in ihrem Professionalisierungskurs zu stärken“, sagte Pazderski dem RND.

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