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Baden-Württemberg : AfD-Landesverband schließt Medien von Parteitag aus

  • Aktualisiert am

AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel, Spitzenkandidatin der AfD in Baden-Württemberg für den Bundestag Bild: dpa

Die baden-württembergische AfD will bei ihrem Parteitag die Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl küren. Die Presse soll nicht dabei sein – man könne nicht ausschließen, dass sich Kandidaten unglücklich ausdrückten.

          Der baden-württembergische Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) hat auf seinem Parteitag die Medien von der Berichterstattung ausgeschlossen. Es sei mit großer Mehrheit entschieden worden, dass die Journalisten nicht bei der Nominierung der Kandidaten für die Bundestagswahl zugelassen werden, sagte ein Sprecher der Partei am Samstag in Nürtingen, wo der Parteitag stattfindet. Zur Begründung hieß es, man erwarte von den Medien keine faire und ausgewogene Berichterstattung. Der Landesvorstand hatte den Ausschluss der Medien zuvor bereits empfohlen.

          Bei 100 Bewerbern auf die noch 29 Listenplätze sei es nicht ausgeschlossen, dass sich einer der Bewerber „unglücklich ausdrücke“. Die Partei befürchte, dass sich die Medien auf diese Äußerungen konzentrierten. Bei der Abstimmung habe es auch einen Gegenantrag gegeben. Mit derselben Begründung war der Öffentlichkeit beim ersten Nominierungsparteitag Ende vergangenen Jahres in Kehl der Zutritt verweigert worden. Bei dem Parteitag wird auch das AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel als Spitzenkandidatin der Landesgruppe Baden-Wüttemberg dabei sein.

          Vor der Stadthalle, in der der AfD-Parteitag stattfindet, hatten sich zahlreiche Gegendemonstranten versammelt. Sie trugen Plakate mit Aufschriften „Vielfalt statt Einfalt“ oder „Gegen Rassismus und Unmenschlichkeit – No AfD“. Unter dem Slogan „Nürtingen ist bunt“ war der zentrale Platz mit bunten Plakaten und Fahnen geschmückt worden.

          „Nürtingen ist bunt“: Gegendemonstration zum Landesparteitag der AfD im schwäbischen Nürtingen

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