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Alternative für Deutschland : AfD-Vize Gauland greift Lucke an

  • Aktualisiert am

Alexander Gauland (links), Vizepräsident der AfD, wirft dem Parteivorsitzenden Bernd Lucke vor, die Partei weiter zu spalten. Bild: dpa

Der Streit in der AfD spitzt sich zu: Vizepräsident Alexander Gauland stellt sich vor den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Marcus Pretzell, der vom Bundesvorstand abgemahnt worden war. Parteichef Lucke spalte damit die Partei, so Gauland.

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          Im AfD-internen Richtungskampf hat der Vizepräsident der Partei, Alexander Gauland, dem Vorsitzenden Bernd Lucke machtpolitisches Agieren im Umgang mit dem Landesverband Nordrhein-Westfalen vorgeworfen. Eine knappe Mehrheit des Bundesvorstands hatte den NRW-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell abgemahnt mit der Begründung, eigene Fehler geschönt dargestellt zu haben. Pretzell wird ein chaotischer Führungsstil vorgeworfen.

          Gauland sagte dem „Handelsblatt“ vom Donnerstag mit Blick auf Lucke: „Er will sich mit seiner Linie durchsetzen – und da ist Pretzell und der Landesverband Nordrhein-Westfalen ein schwerer Brocken auf dem Wege, den er gerne beiseite geräumt hätte.“ Gauland sprach von einer „Schmierenkomödie“ und sagte: „Herr Lucke eint keineswegs die Partei, sondern er spaltet sie weiter.“

          Eine Steuerschuld des AfD-Politikers Pretzell hatte das Finanzamt veranlasst, die Summe kurzfristig über das Parteikonto zu pfänden. Vom Verdacht, der Partei finanziell geschadet zu haben, wurde er allerdings von Sonderprüfern entlastet. Hinter dem Machtkampf in der AfD steht auch ein Richtungsstreit: Lucke vertritt wirtschaftsliberale Positionen, Gauland eher nationalkonservative.

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