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Mitarbeiter abgemahnt : AfD-Politiker Maier will sich bei Noah Becker entschuldigen

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Jens Maier, AfD-Bundestagsabgeordneter und Noah Becker, Musiker und Maler. Bild: dpa

„Ich persönlich hätte es nicht für notwendig erachtet, überhaupt irgendeinen Text zur Person Noah Becker zu verfassen“, teilt AfD-Politiker Jens Maier mit. Noah Becker gibt sich gelassen: „Er weiß es halt nicht besser.“

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          Der umstrittene Dresdner AfD-Bundestagstagsabgeordnete Jens Maier will sich nach dem rassistischen „Halbneger“-Tweet bei Noah Becker entschuldigen. „Herr Maier möchte sich ausdrücklich bei Herrn Becker entschuldigen und bedauert den Vorfall sehr“, sagte der stellvertretende sächsische Landesvorsitzende Siegbert Droese am Freitag in Leipzig. Ob die Entschuldigung bereits erfolgt sei, könne er aber auch aufgrund einer Erkrankung Maiers nicht sagen.

          In einem über den Twitter-Account Maiers abgesetzten Tweet war der 23 Jahre alte Sohn von Tennis-Legende Boris Becker als „Halbneger“ bezeichnet worden. Laut Maier hatte ein Mitarbeiter den Text verfasst. Er habe diesem deshalb eine Abmahnung erteilt und auch organisatorische Konsequenzen gezogen, schrieb Maier nach Bekanntwerden des Vorfalls am Mittwoch an den Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. Am Donnerstag hatte die AfD noch mitgeteilt, der Mitarbeiter solle entlassen werden.

          „Mit der Person Noah Becker habe ich mich persönlich bisher noch gar nicht befasst. Er ist mir eigentlich unbekannt und ich persönlich hätte es auch nicht für notwendig erachtet, überhaupt irgendeinen Text zur Person Noah Becker zu verfassen“, versicherte Maier in dem Schrieb. Die Wortwahl entspreche nicht seinem Stil.

          Aus der eigenen Partei waren vorher Rücktrittsforderungen laut geworden. Noch am Donnerstag wies AfD-Parteichef Jörg Meuthen auch auf die Möglichkeit „weitreichender“ Ordnungsmaßnahmen durch den Parteivorstand hin.

          Noah Becker selbst äußerte sich unterdessen gegenüber „Vice“ zu dem Vorfall. Er sei nicht wütend auf Jens Maier, sagte er. „Was kann man dagegen machen? Der ist nun mal so. Er weiß es halt nicht besser.“ Zwar habe er kein Verständnis für solche Äußerungen. Aber er könne sich vorstellen, wie sie zustande kommen: „Wenn man aufwächst, wo nur Weiße sind, wenn man nur eine bestimmte Hautfarbe sieht, dann kennt man nichts anderes. Und hat Angst vor Fremden.“

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