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Adenauer, Kohl und Merkel : Erst verhöhnt, dann lange Kanzlerschaft

  • -Aktualisiert am

Unterschätzte Angela Merkel: Erst „Kohls Mädchen“ wie auf dem CDU-Parteitag 1991 in Dresden, dann 16 Jahre Kanzlerin. Bild: dpa

Die drei Langzeitkanzler mussten viel Spott zu Anfang ertragen. Aber dann erwarben sie sich Respekt und Vertrauen in langen Kanzlerschaften. Wie genau hilft das Armin Laschet weiter?

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          Da Markus Söder und Armin Laschet politisch nicht fundamental andere Richtungen einschlagen, hat der CSU-Chef seine bessere Eignung als Kanzlerkandidat vor allem mit seinem Vorsprung in den Umfragen begründet. Doch der Unterton, der bei Söders Einlassungen zu Laschet bisweilen mitschwingt, ist ein anderer. „Ich glaube nicht, dass es klug ist, nach den progressiven Merkel-Jahren eine Politik ,Helmut Kohl 2.0‘ aus der Vergangenheit zu machen“, sagte er unmittelbar nach der Entscheidung für Laschet der „Süddeutschen Zeitung“.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Das wäre „viel zu altmodisch“, fügte Söder hinzu, niemand wolle die alte Union aus den neunziger Jahren zurück. „Wir brauchen einen politischen New Deal statt Old School.“ Das war keine Kritik an Laschets Klimapolitik oder seinem Umgang mit der Corona-Pandemie. Das war Kritik am Menschen Laschet, den Söder als aus der Zeit gefallen darstellte.

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