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Angela Merkel tritt ab : Eine große Kanzlerschaft?

„Eine Kanzlerschaft, die man zu den großen in der Geschichte der Republik zählen kann“: Bundespräsident Steinmeier würdigt Merkel. Bild: Matthias Lüdecke

Bei aller berechtigten Kritik an den Irrtümern der Kanzlerin: Nach sechzehn Jahren an der Spitze der Regierung gebühren Angela Merkel auch Dank und Anerkennung.

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          Kannten wir sie? Angela Merkel hat behauptet, dass es so sei – und damit die Bundestagswahl vor acht Jahren entschieden. Und auch noch ihre vierte im Jahr 2017. Merkel warb für sich, wie ein Waschmittelhersteller für sein Waschmittel warb: Da weiß man, was man hat. Hätten die Deutschen das nicht geglaubt, dann wäre sie nicht 16 Jahre lang – eine Ewigkeit in den Demokratien des Westens – Bundeskanzlerin geblieben. Vielleicht wäre sie im September sogar noch einmal bestätigt worden, wenn sie nicht selbst zu dem Schluss gekommen wäre: Es reicht.

          Davon waren auch jene überzeugt, die sie auf den Mond wünschten, mindestens. Doch ausweislich ihrer dreimaligen Wiederwahl und der Popularitätsumfragen, die sie fast immer anführte, fühlte die Mehrheit der Deutschen sich bei ihrer ersten Kanzlerin gut aufgehoben. Der Tenor des Urteils lautete: Die weiß schon, was sie tut und was richtig ist für dieses Land in einer Welt, die sich auf so vielen Feldern rasend schnell verändert.

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