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Abgelehnte Asylbewerber : Nach Anschlag wird Abschiebung nach Afghanistan verschoben

  • Aktualisiert am

Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug, das nach Afghanistan fliegen wird. Bild: dpa

Am Tag des Anschlags in Kabul sollte eigentlich eine Sammelabschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Kabul gehen. Die Opposition äußerte Kritik. Aus organisatorischen Gründen wird der Flug nun verschoben.

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          Der ursprünglich für diesen Mittwoch geplante Flug zur Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan wird nach dem verheerenden Anschlag in Kabul verschoben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen. Hintergrund seien organisatorische Fragen.

          Am Morgen hatten Grüne und Linke am Morgen einen sofortigen Abschiebungsstopp gefordert. Es sei „unmenschlich“, Afghanistan immer noch als sicher einzustufen „und weiterhin dorthin abzuschieben“, sagte Linken-Parteichefin Katja Kipping am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

          Berichten zufolge war für den Abend eine neue Sammelabschiebung nach Kabul geplant. „Dieser Flieger muss gestoppt werden“, forderte Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt in Berlin. Sie forderte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, seine Einschätzung der Sicherheitslage in Afghanistan zu korrigieren, die Grundlage für die Abschiebungen ist. Die Bundesregierung geht davon aus, dass es dort „sichere Gebiete“ gibt, in denen abgeschobene Flüchtlinge unterkommen können.

          „Zynisches Wahlkampfkalkül“

          Kipping warf der Bundesregierung auch ein „systematisches Absenken der Anerkennungsquote von afghanischen Flüchtlingen in Deutschland vor. Sie wertete dies als „zynisches Wahlkampfkalkül“. Einen Abschiebestopp nach Afghanistan verlangte auch erneut die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl.

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