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Aufarbeitung von Missbrauch : Katholische Kirche will Expertenrat einrichten

Stephan Burger (von links nach rechts), Erzbischof von Freiburg, und Helmut Dieser, Bischof von Aachen, künftig an der Spitze der bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen, und Stephan Ackermann, Bischof von Trier und scheidender Missbrauchsbeauftragter am Donnerstag in Fulda Bild: dpa

Unabhängige Fachleute sollen künftig überwachen, dass die kirchlichen und staatlichen Regelungen bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche eingehalten werden. Helmut Dieser wird neuer Missbrauchsbeauftragter.

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          Die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) will im kommenden Jahr einen Unabhängigen Expertenrat einrichten, der die Einhaltung der kirchlichen und staatlichen Regelungen bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Raum der Kirche überwacht. Wie der langjährige Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stefan Ackermann, am Mittwoch in Fulda weiter mitteilte, soll dieser Rat der Öffentlichkeit über das Tun und Lassen der kirchlichen Akteure auf diesem Feld berichten und den Bischöfen bei der Weiterentwicklung von Standards zur Seite stehen. Wie die Mitglieder dieses Rates berufen werden, soll auf der Vollversammlung der DBK im kommenden Frühjahr entschieden werden.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Ackermann hatte im vergangenen Frühjahr angekündigt, nach zwölf Jahren nicht länger für das Amt des Missbrauchsbeauftragten zur Verfügung zu stehen. Die Nachfolgeregelung, auf die sich die Bischöfe während ihrer Herbst-Vollversammlung verständigt haben, hört auf den Namen „Bischöfliche Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen“. Vorsitzender dieser Gruppe ist der Aachener Bischof Helmut Dieser, sein Stellvertreter der Freiburger Erzbischof Stephan Burger.

          Nichts ändern wollen die Bischöfe an der Stellung des Betroffenenbeirats sowie der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA). Kritik an deren Arbeit, wie sie zuletzt in dem Zwischenbericht über Missbrauchsfälle im Bistum Osnabrück formuliert worden war, ließ Ackermann nicht gelten. Die Bischöfe hätten sich bei der Festlegung des Leistungsrahmens an den Schmerzensgeldtabellen der staatlichen Gerichtsbarkeit orientiert und der UKA nahegelegt, sich an dessen oberer Grenze und damit an 50.000 Euro zu orientieren. „Wir bleiben in dem System, das wir aufgestellt haben“, sagte der langjährige Missbrauchsbeauftragte.

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