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Nach Absturz einer Aktivistin : A-49-Gegner fordern sofortigen Rodungsstopp

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Ein Polizist holt am Samstag bei einem Großeinsatz im Dannenröder Forst einen A49-Gegner aus den Bäumen. Bild: dpa

Nach dem Absturz einer Aktivistin haben Gegner der Rodungen im Dannenröder Forst einen sofortigen Stopp der Arbeiten gefordert. Die Aktivisten geben der Polizei die Schuld an den Unglück.

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          Nach dem Absturz einer Aktivistin haben Gegner der Rodungen im Dannenröder Forst einen sofortigen Stopp der Arbeiten für den Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen gefordert. Die Frau war nach Polizeiangaben am Sonntagmorgen aus etwa drei bis vier Metern Höhe auf den Waldboden gestürzt. Sie sei ansprechbar und werde medizinisch versorgt, sagte ein Polizeisprecher. Zur Schwere der Verletzungen und zum Alter der Frau konnte er zunächst keine Angaben machen.

          Er widersprach Angaben der Rodungsgegner, wonach Einsatzkräfte ein Sicherungsseil eines aus Baumstämmen gebauten Dreibeins (Tripod) durchtrennt hätten und dies zum Absturz geführt habe. Nach Angaben der Polizei beobachteten Beamte den Sturz der Frau aus der Distanz und sorgten sofort für Erste Hilfe. Die Polizei erklärte die Absturzstelle zum Tatort und sperrte sie ab; es seien Ermittlungen zur Absturzursache eingeleitet worden, Zeugen sollten sich bei der Polizei melden.

          In dem Waldstück nahe Homberg (Ohm) im Vogelsbergkreis sollen auf einer Fläche von 27 Hektar Bäume für den Weiterbau der Autobahn 49 gerodet werden; die Arbeiten laufen bereits. Umwelt- und Klimaschützer protestieren, weil sie das Projekt angesichts der Klimakrise für verfehlt halten. Befürworter versprechen sich von dem Autobahnbau weniger Verkehrs- und Lärmbelastung in den Dörfern und eine bessere Anbindung ans Straßennetz. Seit mehr als einem Jahr halten Aktivisten den Dannenröder Forst besetzt, sie haben sich in mehreren Baumhaus-Camps eingerichtet und zahlreiche Barrikaden aufgebaut.

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