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Asylstreit : Deutsche glauben nicht an Merkels europäische Lösung

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Die Statistik spreche für sich, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bild: Reuters

Der Asylstreit in der Union ist vertragt. Eine große Mehrheit der Deutschen scheint nicht an eine Lösung durch Kanzlerin Merkel zu glauben. Selbst in der Union sind die Optimisten in der Minderheit.

          Eine deutliche Mehrheit der Deutschen glaubt einer Umfrage zufolge nicht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den nächsten zwei Wochen eine Lösung auf europäischer Ebene im Flüchtlingsstreit erzielen wird.

          Auf die Frage „Wird es Kanzlerin Merkel Ihrer Meinung nach gelingen, eine für die CSU akzeptable europäische Lösung im Asylstreit auszuhandeln?“, antworteten 74,7 Prozent der Befragten mit Nein, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitung „Die Welt“ (Mittwochsausgabe) hervorgeht.

          18,1 Prozent der Befragten gehen hingegen von einer europäischen Lösung innerhalb der nächsten zwei Wochen aus. 7,2 Prozent äußerten sich demnach unentschieden.

          Die pessimistische Haltung zeigte sich der Umfrage zufolge mehrheitlich bei den Anhängern aller Parteigruppen. Am wenigsten glauben demnach die Anhänger der AfD (93,5 Prozent) an einen Erfolg Merkels, gefolgt von den Anhängern der FDP (88,2 Prozent) und denen der Sonstigen Parteien (86,5 Prozent). Die größten Hoffnungen, dass Merkel eine europäische Lösung erzielen kann, zeigten die Wähler der CDU/CSU (31,3 Prozent), gefolgt von denen der SPD (28,8 Prozent) und denen der Grünen (24,2 Prozent).

          Innenminister Horst Seehofer (SPD) will Flüchtlinge an der Grenze zurückweisen, die bereits in einem anderen EU-Land als Flüchtlinge registriert wurden. Merkel lehnt nationale Alleingänge in dem Punkt ab. Am Montag einigten sich die Unionsparteien darauf, dass Merkel bis Monatsende mit anderen europäischen Staaten über Lösungen verhandeln soll – danach könnte der Konflikt in der Union je nach Erfolg Merkels abermals aufbrechen.

          Für die Umfrage wurden zwischen Montag und Dienstag 5038 Teilnehmer befragt. Der statistische Fehler der Ergebnisse liegt bei 2,8 Prozent.

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