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Jasper von Altenbockum (kum.)

75 Jahre CDU : Die Volkspartei

Bundeskanzlerin Angela Merkel, damals noch Parteivorsitzende, 2017 im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Parteizentrale in Berlin. Bild: AP

Die CDU ist vor 75 Jahren angetreten, um eine bürgerliche Sehnsucht zu stillen: nach einer überparteilichen Partei. Wie konnte das nur gutgehen?

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          Schon im Namen trägt die CDU die Vorstellung in sich, dass es eine Partei geben muss, die keine herkömmliche Partei ist, sondern eine Union. Das hat nichts mit der „Union“ der CDU/CSU zu tun, nichts mit ihrem stark föderalen Charakter, sondern mit der Lage nach 1945.

          Im Gründungsaufruf* vom 26. Juni jenes Jahres ist davon nur wenig zu spüren, allenfalls das Wort „Sammlung“ deutet darauf hin, dass eine „Christlich-Demokratische Union Deutschlands“ etwas völlig Neues sein sollte. Der „Ruf zu einer großen Partei“ wäre in den Monaten danach ungehört verhallt, wenn nicht immer deutlicher geworden wäre, worin das Wesen dieser neuartigen Partei bestehen sollte.

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