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Sicherheitseinwände gegen 5G : Kein Mitschnitt unter dieser Nummer

Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten – aber auch höhere Risiken für Sicherheitsbehörden. Eine 5G-Antenne der Deutschen Telekom auf dem Mobilen Weltkongress in Barcelona im Februar 2018 Bild: AFP

Die Begeisterung für den neuen 5G-Mobilfunk scheint grenzenlos – die Sicherheitsbehörden haben aber Sorgen. Überwachung der Telekommunikation im Mobilfunknetz wird somit praktisch unmöglich.

          5 Min.

          Die Begeisterung über den neuen Mobilfunkstandard 5G scheint in Politik und Wirtschaft manchmal grenzenlos zu sein, die mit ihm verbundenen Erwartungen ebenso. Ganz egal, ob man 5G nun an jeder Milchkanne haben will, wie es viele Spitzenpolitiker vorgegeben haben, oder das nicht für notwendig hält, wie es die Forschungsministerin Anja Karliczek von der CDU formuliert hat. Die neue Technik wird vieles verändern, und noch ist gar nicht abzusehen, was es alles betreffen wird. Daher gibt es dann doch noch Grenzen der Begeisterung. Zum Beispiel bei den Sicherheitsbehörden.

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          „5G ist gerade für die Sicherheitsbehörden eine große Herausforderung“, sagt der Leiter des Verfassungsschutzes Hamburg, Torsten Voß. Es verwundere daher ein wenig, dass 5G mit keinem Wort als innenpolitisches Thema diskutiert werde. „Ich setze hier sehr auf das Bundesinnenministerium.“ Voß führt den Arbeitskreis „Verfassungsschutz“ der Innenministerkonferenz. Er sagt: „Die Verschlüsselungsmöglichkeiten, die auch 5G für die verschiedenen Anwendungen bieten wird, werden auch von Extremisten genutzt werden.“

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