https://www.faz.net/-gpf-a3qzb

40 Jahre Anschlag in München : Der andere Deutsche Herbst

Ließ mit Wahlkampf nicht lange auf sich warten: Der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß am 26. September am Tatort. Bild: Picture-Alliance

1980 gab es eine rechte Terrorwelle mit 20 Toten und mehr als 200 Verletzten. Sie ist im gesellschaftlichen Bewusstsein kaum verankert. Daran haben die Sicherheitsbehörden erheblichen Anteil.

          3 Min.

          Vierzig Jahre ist es an diesem Samstag her, dass der Rechtsextremist Gundolf Köhler am Haupteingang des Oktoberfestes eine Bombe zündete und zwölf Menschen mit sich in den Tod riss. Mehr als 200 Personen wurden verletzt. Es ist der schwerste Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Doch während der „Deutsche Herbst“ den allermeisten etwas sagt, ist das Attentat von München im gesellschaftlichen Bewusstsein kaum verankert. Das gilt einmal mehr für die weiteren Anschläge des Jahres 1980, das einen frühen Höhepunkt des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik markiert.

          Sieben Anschläge verübte damals allein die von Manfred Röder gegründete neonazistische Terrororganisation „Deutsche Aktionsgruppen“. Sie richtete sich unter anderem gegen die Aufarbeitung des Nationalsozialismus; ihr erstes Ziel war die Auschwitz-Ausstellung im Landratsamt Esslingen. Es folgten Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Bei einem Brandanschlag in Hamburg-Billbrook starben zwei Vietnamesen; es waren die ersten rassistisch motivierten Morde der Bundesrepublik.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der Schriftzug von Wirecard an der Firmenzentrale

          Wirecard : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EY-Mitarbeiter

          Die Wirtschaftsprüfer stehen im Verdacht, sich schuldig gemacht zu haben im Fall Wirecard. Die Politik zweifelt auch an einem anderen Testat der Konkurrenz PWC.
          Pfizer stellt den Impfstoff in Belgien und den Vereinigten Staaten her.

          Impfstoffherstellung : Qualitätsproblem bremst Biontech

          Pfizer und Biontech müssen ihrem hohen Tempo Tribut zollen und können nur halb so viele Impfstoffdosen liefern wie ursprünglich geplant. Wer macht das Rennen?