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Vorsitzender des Beamtenbundes : „Uns fehlen 360 .000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst“

Scharfe Kritik an Innenministerin: Der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes DBB Ulrich Silberbach Bild: Andreas Pein

Ulrich Silberbach ist Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes. Im F.A.Z.-Interview fordert er hunderttausende Stellen für den öffentlichen Dienst, bessere Angebote zur Qualifizierung – und eine Reduzierung der Arbeitszeit für Beamte.

          4 Min.

          Herr Silberbach, Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Gewerkschaften aufgefordert, in den anstehenden Tarifrunden aufgrund der Rekordinflation Maß zu halten. Wird der DBB dem Folge leisten?

          Stephan Klenner
          Redakteur F.A.Z. Einspruch.

          Der Bundeskanzler hat zu seiner „Konzertierten Aktion“ ins Kanzleramt eingeladen, daran habe ich teilgenommen. Tarifverhandlungen werden aber dort nicht geführt. Wir werden im Oktober unsere Tarifforderungen für Bund und Kommunen beschließen. Die werden hoch sein. Anders geht es in der jetzigen Lage nicht.

          Also ist die „Konzertierte Aktion“ gescheitert?

          Nein. Wenn die Bundesregierung die „Konzertierte Aktion“ zum Beispiel dafür nutzen möchte, angesichts der Inflation über weniger Ausgaben nachzudenken, helfen wir gerne. Wir sollten zum Beispiel darüber sprechen, wie wir die Sozialausgaben gezielter einsetzen. Es mangelt an Kontrollen, ob alle Sozialleistungsbezieher tatsächlich berechtigt sind. Da gibt es Missbrauch. Dem Staat geht unnötig Geld verloren. Um diese Kontrollen durchzuführen, brauchen wir aber mehr Personal in den Behörden.

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