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Attacke auf Flüchtlinge : 35 Verletzte nach Angriff mit Pfefferspray

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

In einer Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg sind 35 Menschen bei einer Attacke mit Pfefferspray verletzt worden. 250 Sanitäter kümmerten sich um die Verletzten. Der Täter stand unter Drogen- und Alkoholeinfluss.

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          Nach der Pfefferspray-Attacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Halbe (Dahme-Spreewald) mit 35 Verletzten sind die Hintergründe des Angriffs noch unklar. Der mutmaßliche Täter, ein 28 Jahre alter Bauarbeiter aus Sachsen, habe auf dem Gelände gearbeitet und selbst in einem als Flüchtlingsunterkunft genutzten Hotel gewohnt, sagte eine Polizeisprecherin. Bei einem Drogentest sei festgestellt worden, dass der Mann Amphetamine und Methamphetamin genommen hatte. Außerdem wurde ein Blutalkoholwert von 0,25 Promille gemessen. Der Mann sollte im Laufe des Tages vernommen werden.

          Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne im Ortsteil Massow sind mehr als 300 Asylbewerber in dem Hotel und in einer ehemaligen Reha-Klinik untergebracht. Die heruntergekommenen Gebäude stehen abgelegen in einem Wald. Der 28 Jahre alte Sachse sei am Dienstagabend in beiden Häusern durch die Flure gerannt und habe das Reizgas versprüht, sagte die Sprecherin. 35 Asylbewerber mussten mit Augenreizungen und Atembeschwerden behandelt werden.

          Nach Angaben des Landratsamts waren 250 Rettungskräfte im Einsatz, darunter 3 Notärzte. 16 Verletzte wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht, darunter 8 Kinder. Die Erwachsenen konnten nach ambulanter Behandlung wieder in die Unterkunft zurückkehren, die Kinder sollten am Mittwoch aus den Kliniken entlassen werden.

          In die Ermittlungen wurde auch der Staatsschutz eingeschaltet. Ob der Mann einem Haftrichter vorgeführt werde, sei noch nicht entschieden, so die Polizeisprecherin. Die Ermittler wollen nun auch die Bewohner über den Ablauf des Geschehens befragen.

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