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Statistisches Bundesamt : Mehr als ein Viertel der Bevölkerung hat Migrationshintergrund

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Empfang für die Preisträger, die als „Herausragende Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund“ von der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung der Stadt Frankfurt gewürdigt wurden, im November 2016 in Frankfurt Bild: Maximilian von Lachner

2019 lebten 21,2 Millionen Menschen in Deutschland, die mit ausländischer Staatsangehörigkeit geboren wurden oder von denen mindestens ein Elternteil nicht von Geburt an die deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

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          Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat einen sogenannten Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, lebten im vergangenen Jahr 21,2 Millionen Menschen in Deutschland, die selbst mit ausländischer Staatsangehörigkeit geboren wurden oder von denen mindestens ein Elternteil nicht von Geburt an die deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Das habe 26 Prozent der Bevölkerung entsprochen.

          Im Vergleich zu 2018 sei die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund um rund 400.000 gestiegen. Im Zeitvergleich seit 2011 sei das Plus von 2,1 Prozent der niedrigste prozentuale Anstieg.

          Im Jahr 2019 waren gut 52 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (11,1 Millionen Menschen) Deutsche und knapp 48 Prozent Ausländer (10,1 Millionen Menschen), wie das Bundesamt mitteilte. Dabei war die überwiegende Mehrheit der ausländischen Bevölkerung mit Migrationshintergrund selbst eingewandert (85 Prozent). Bei den Deutschen mit Migrationshintergrund waren es nur 46 Prozent.

          Türkei, Polen und Russische Föderation als Hauptherkunftsländer

          Knapp zwei Drittel (65 Prozent) aller Personen mit Migrationshintergrund sind den Angaben nach aus einem anderen europäischen Land Eingewanderte sowie deren Nachkommen. Dies entspricht 13,8 Millionen Menschen, von denen 7,5 Millionen Wurzeln in anderen EU-Mitgliedsstaaten haben. Die 4,6 Millionen aus Asien Eingewanderten und ihre Nachkommen machen 22 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund aus; darunter haben 3,2 Millionen einen Bezug zum Nahen und Mittleren Osten. Knapp eine Million Menschen (fünf Prozent) haben Wurzeln in Afrika. Weitere 0,6 Millionen Menschen (drei Prozent) sind aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Australien Eingewanderte und deren Nachkommen. Wichtigste Herkunftsländer sind nach wie vor die Türkei (13 Prozent), gefolgt von Polen (elf Prozent) und der Russischen Föderation (sieben Prozent).

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