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Wie Ken den Kopf verlor : Guttenbergs verschleppter Rücktritt

  • -Aktualisiert am

„Karl-Theodor zu Guttenberg hat mir heute Morgen zunächst telefonisch, später auch schriftlich mitgeteilt, dass er um seine Entlassung bittet.” - Bundeskanzlerin Merkel und Bildungsministerin Schavan am Dienstag auf der Cebit in Hannover beim Betrachten von Guttenbergs Rücktritts-SMS Bild: dapd

Politik ist die Chance für Leute, die nicht gut aussehen und weder singen noch tanzen können, sehr, sehr prominent zu werden. Wenn sie dann auch noch - wie Guttenberg - gut aussehen, singen und tanzen, sind sie kaum aufzuhalten. Bis sie an sich selber scheitern.

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          Connecting the dots“ hat Steve Jobs das genannt: die Punkte verbinden. Die Wegpunkte des Lebens. Was wird aus mir? Was soll aus mir werden? Was ist aus mir geworden?

          Jobs sprach 2005 vor dem Abschlussjahrgang der Elite-Uni Stanford. Natürlich kannten ihn alle Studenten, der Apple-Gründer ist weltberühmt, so etwas wie der Heilige Vater einer techno-ästhetischen Community, und was er in seinem Leben berührt hat, ist Gold geworden. Wie die Graduates trug er Talar und Doktorhut, als er ihnen unter der Sonne Kaliforniens drei Geschichten ankündigte. Keine große Sache: „No big deal. Just three stories.“

          Die erste also über „connecting the dots“. Die Studenten feixten, als Jobs sagte, dass er die Uni vorzeitig verlassen hatte. „Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen wollte, und keine Ahnung, wie die Uni mir dabei helfen sollte, es rauszukriegen. Aber währenddessen gab ich das Geld aus, das meine Eltern, Leute aus der Arbeiterklasse, ihr Leben lang zusammengespart hatten.“ Jobs warf das Studium hin, und er hatte Angst. „Im Rückblick war es eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.“

          Connecting the Dots

          Er begann, sich mit Dingen zu beschäftigen, die ihn wirklich interessierten. Als Beispiel nannte er seinen jungen Zuhörern so brotlose Künste wie Kalligraphie. Zehn Jahre später, bei der Erschaffung des ersten Macintosh-Computers, hat er das alles genutzt. Und es war bahnbrechend für den Heimcomputer-Markt. Es sei natürlich unmöglich gewesen, das vorherzusehen, erzählte er. Aber aus der Rückschau war es kristallklar. „You can't connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards.“ Ihr könnt euren Weg nicht vorher abstecken, sagte Jobs den jungen Leuten, nicht alles durchplanen, berechnen: Ihr müsst darauf vertrauen, dass sich die Wegpunkte früher oder später von selbst verbinden.

          Jobs zweite Geschichte handelte von „love and loss“, Liebe und Verlust: Wie er mit dreißig Jahren von Apple, seiner eigenen Firma, gefeuert wurde. Es war eine öffentliche Demütigung durch einen Manager, den er selbst eingestellt hatte, verbunden mit dem Verlust des Mittelpunkts seiner beruflichen Existenz. Er dachte daran wegzulaufen. Aber: „I still loved what I did.“ So entschloss er sich zu einem neuen Anfang. Mit Pixar, dem Unternehmen, das den ersten computeranimierten Film machte: „Toy Story“. Jobs konnte den Erfolg von Apple wiederholen, im Grunde rang Pixar den damals im Animationsfilm noch übermächtigen Disney Studios die Vormachtstellung ab. Nicht nur, weil der Zeichentrick plötzlich alt aussah. Nein, Pixar erzählte auch die besseren Geschichten.

          Jobs kehrte zu Apple zurück und führte die Firma mit iBook, iPod, iTunes, iPhone, iPad in ihren zweiten, alles Frühere übertreffenden Aufschwung. Über die Entlassung, die dem voranging, sagte er seinen Zuhörern: „Es war eine abscheulich bittere Medizin, aber ich glaube, der Patient hatte sie nötig. Manchmal haut einem das Leben einen Ziegelstein vor den Kopf. Dann darf man seinen Glauben nicht verlieren.“ Die Liebe zu seiner Arbeit habe ihn damals aufrecht gehalten. „And the only way to do a great work is to love what you do.“ Nur wenn man seine Arbeit liebe, könne man etwas Großes schaffen. Und wie bei allen Herzensangelegenheiten spüre man es, sobald man diese Liebe gefunden habe. Bis dahin, riet Jobs seinen Zuhörern: Gebt nicht auf. „Don't settle.“

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