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100 Jahre Frauenwahlrecht : Schäuble fordert Männer zu mehr Hausarbeit auf

  • Aktualisiert am

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) spricht im Bundestag zum 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechtes. Bild: dpa

Seit 100 Jahren dürfen Frauen in Deutschland wählen. Wolfgang Schäuble mahnt, dass viele unbezahlte Tätigkeiten auch heute noch an ihnen hängenbleiben.

          Zur Feierstunde zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) die Gesellschaft dazu aufgefordert, die Gleichberechtigung von Frau und Mann zu achten. Sie sei ein „unaufgebbarer Grundsatz unserer Verfassung“, sagte Schäuble am Donnerstag im Bundestag. Schäuble würdigte den damaligen Einsatz der Frauen für ihre Rechte. Das aktive und passive Wahlrecht sei von Männern und Frauen gewährt worden. Erstritten und erkämpft hätten es die Frauen selbst.

          Schäuble sagte, mit dem Jahrestag werde heute etwas Selbstverständliches gefeiert. Frauen könnten sich wie Männer an der Gestaltung von Staat, Politik und Gesellschaft beteiligen. Gleichzeitig betonte er, der Wandel der allgemeinen Vorstellungen über die Rolle der Geschlechter habe lange gedauert - und dauere an. Der gesunkene Anteil von Frauen im Bundestag und ihre unterdurchschnittliche Vertretung in anderen Parlamenten erinnerten daran, sagte Schäuble.

          Dabei gebe es eine Erkenntnis, sagte der Bundestagspräsident: Die für die Gesellschaft unverzichtbaren Tätigkeiten, die auch heute noch ganz überwiegend Frauen unbezahlt verrichten würden, müssten anders aufgeteilt werden. Dazu zählten Kindererziehung, Hausarbeit und Pflege. „Eine weithin akzeptierte Erkenntnis, an deren Umsetzung Männer gelegentlich mit Nachdruck erinnert werden müssen“, so Schäuble.

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