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Appell von Stoltenberg : Europas Sicherheit steht auf dem Spiel

  • -Aktualisiert am

„Die Nato-Alliierten haben keine Absicht, landgestützte nukleare Mittelstreckenraketen in Europa zu entwickeln und zu stationieren“, schreibt Jens Stoltenberg. Bild: Reuters

Russland hat den INF-Vertrag gekündigt und damit auch unsere Sicherheit ernsthaft in Gefahr gebracht. Moskau sollte seine letzte Chance nutzen, ihn zu retten. Andernfalls trägt es die alleinige Verantwortung für die Folgen. Ein Gastbeitrag des Nato-Generalsekretärs.

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          Die Sicherheit Europas steht auf dem Spiel. Sollte Russland nicht einlenken, bedeutet das in weniger als einem Monat das Ende für einen Vertrag, mit dem eine ganze Kategorie nuklearer Waffen verboten wurde.

          Der Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme, besser bekannt als INF-Vertrag, stellt eine der bedeutendsten Errungenschaften internationaler Rüstungskontrolle dar. Als 1987 der sowjetische Generalsekretär Michail Gorbatschow gemeinsam mit dem amerikanischen Präsidenten Reagan den Vertrag unterzeichnete, sagte er: „Wir können stolz darauf sein, dieses Bäumchen zu pflanzen, aus dem eines Tages ein mächtiger Baum des Friedens wachsen möge.“ Und in der Tat wuchs dieser Baum heran. Nukleare Mittelstreckensysteme waren entwickelt worden, um europäische Städte zu zerstören und Millionen von Menschen zu töten. Dadurch, dass wir diese Waffen losgeworden sind, ist die Welt sicherer geworden.

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