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Wegen Spionage verurteilt : Amerikaner darf nach sechs Jahren Iran verlassen

  • Aktualisiert am

Die iranische Flagge weht im März 2020 über Teheran (Symbolbild) Bild: AP

Der ehemalige Unicef-Mitarbeiter war vor sechs Jahren nach Iran gereist. Auch sein Sohn wurde nun aus dem Gefängnis entlassen.

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          Ein in Iran festgehaltener Amerikaner darf nach Angaben der Vereinten Nationen nach sechs Jahren wieder ausreisen. Nach einem Appell von UN-Generalsekretär Antonio Guterres wurde dem 85 Jahre alten Baquer Namazi „erlaubt, den Iran für medizinische Behandlungen im Ausland zu verlassen“, erklärte UN-Sprecher Stephan Dujarric am Sonntag. Der Sohn des Mannes, der 50 Jahre alte Siamak Namazi, wurde demnach aus iranischer Haft entlassen.

          Die Vereinigten Staaten drängen seit längerem auf die Freilassung der beiden Männer sowie zwei weiterer Amerikaner. Baquer Namazi ist ein ehemaliger Unicef-Mitarbeiter, der im Februar 2016 festgenommen wurde, nachdem er nach Iran gereist war, um die Freilassung seines Sohnes zu erwirken. Dieser war im Oktober des Vorjahres verhaftet worden. Beide wurden im Oktober 2016 wegen Spionage zu zehn Jahren Haft verurteilt.

          Der Vater wurde 2018 aus medizinischen Gründen aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt.

          Ned Price, Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, teilte mit, seine Regierung sei über die Aufhebung des Reiseverbots „äußerst erfreut“ gewesen. Beide Männer seien „zu Unrecht“ inhaftiert gewesen.

          Bei den beiden anderen Amerikanern, die in Iran festgehalten werden, handelt es sich um den 66 Jahre alten Umweltaktivisten Morad Tahbaz und den 57 Jahre alten Geschäftsmann Emad Sharqi.

          Die Verhandlungen über die Freilassung der Amerikaner findet vor dem Hintergrund einer Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 statt. Das Abkommen sollte verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt. Unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump waren die Vereinigten Staaten 2018 aber einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen und hatten neue massive Sanktionen gegen Iran verhängt.

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