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Nach WWF-Skandal : „Es gibt keine massiven Probleme mit Rangern“

Auf Fehlersuche: Löning (links) und Brandes in der WWF-Zentrale. Bild: Matthias Lüdecke

WWF-Vorstand Eberhard Brandes und der frühere Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Markus Löning im Interview über Menschenrechtsverletzungen und die Fehler des WWF.

          3 Min.

          Fälle von Folter, Mord und Vergewaltigung im kongolesischen Salonga-Nationalpark haben die Öffentlichkeit erschüttert. Wie haben Sie reagiert, Herr Brandes?

          Stefan Tomik
          Redakteur in der Politik.

          Brandes: Wir haben gedacht: Das kann doch nicht wahr sein. Wir waren betroffen und wollten schnell dazu beitragen, das aufzuklären. Da haben wir eine Null-Toleranz-Politik. Wenn man sich traut, in Zentralafrika zu arbeiten, weiß man allerdings, dass es ein extrem schwieriges Umfeld ist.

          Warum haben Sie auch danach noch Spenden für die Ranger in Salonga gesammelt, als wäre nichts gewesen?

          Brandes: Der überwiegende Teil der Ranger macht eine hervorragende Arbeit, und es wäre fatal, sie in Misskredit zu bringen. Sie versuchen, unter extrem schwierigen Bedingungen ihre Aufgabe zu erledigen, wobei sie auch selbst bedroht werden. Seitdem wir in Salonga aktiv sind, sind wir mit Beschwerden über Ranger konfrontiert, die dort vom Staat angestellt sind. Aber das ist die Ausnahme und nicht die Regel.

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