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Krieg im Jemen : Huthi-Rebellen übergeben wichtigen Hafen

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Huthi-Rebellen in Jemens Hauptstadt Sanaa Bild: dpa

Die Hafenstadt Hudaida ist für die Lieferung von Hilfsgütern in den Jemen besonders wichtig. Ihre Übergabe ist Teil des UN-Friedensplans.

          Als Teil eines UN-Friedensplans für den Jemen haben sich die Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben aus dem strategisch wichtigen Hafen der Stadt Hudaida zurückgezogen. Die Truppen hätten in der Nacht mit dem Abzug begonnen, sagte ein Militärsprecher dem von den Huthis kontrollierten Fernsehsender Al Masira am Samstag.

          Die seit Jahren heftig umkämpfte Stadt am Roten Meer ist für die Versorgung des Bürgerkriegslandes mit Hilfsgütern von zentraler Bedeutung. „Über den Hafen werden 80 Prozent der Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgt“, sagte kürzlich Unicef-Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nord-Afrika, Geert Cappelaere, im F.A.Z.-Interview. „Wegen der Zerstörung des Hafens, vor allem der Hafenkräne, können ihn jedoch nur noch kleine Schiffe anfahren.“

          UN-Beobachter vor Ort

          Die Kontrolle sei unter Aufsicht eines UN-Beobachterteams abgegeben worden, hieß es aus Sicherheitskreisen der Huthis in Hudaida. Die Küstenwache habe die Kontrolle übernommen. Der Küstenwache von Hudaida wird nachgesagt, dass ihre Führung mit den von Iran unterstützten Huthi-Rebellen verbunden ist.

          In dem seit 2014 andauernden Konflikt kämpft eine sunnitisch-arabische Allianz auf Seiten der international anerkannten Regierung des Jemens gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die große Teile des Nordjemens eingenommen haben. Nach UN-Angaben wurden in dem Krieg bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten.

          Anfang Dezember hatten sich die Konfliktparteien in Schweden unter Vermittlung der Vereinten Nationen auf eine Waffenruhe für Hudaida geeinigt. Es war der erste diplomatische Durchbruch bei den Friedensbemühungen in mehr als vier Jahren Krieg. UN-Beobachter unter Leitung des früheren niederländischen Generals Patrick Cammaert sollen die Umsetzung des Friedensplans vor Ort überwachen. Die Waffenruhe gilt seit dem 18. Dezember, war zunächst jedoch brüchig. Beide Seiten machten einander für die Verstöße verantwortlich.

          Verlassener Hafen von Hudaida (Archivbild vom September)

          Im Jemen herrscht den Vereinten Nationen zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit. Der Krieg traf eines der ärmsten Länder der Welt. Drei Millionen Menschen wurden bislang vertrieben, die Hälfte von ihnen sind Kinder. Vier von fünf Jemeniten sind mittlerweile von importierten Lebensmitteln abhängig, der jemenitische Rial wurde jedoch massiv abgewertet. Importierte Lebensmittel wurden dadurch dramatisch teurer.

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