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Bürgerkrieg in Jemen : Houthis treffen iranischen Außenminister

  • Aktualisiert am

Ein Grafitto in Jemens Hauptstadt Sanaa Bild: EPA

Jemens Houthis haben mit Irans Außenminister über den Krieg und die humanitäre Lage in dem Land gesprochen. Gerüchten zufolge gibt es auch Gespräche mit der saudischen Regierung, die die Rebellen bekämpft.

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          Vertreter der schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen haben den iranischen Außenminister Muhammed Dschawad Zarif zu Gesprächen über den Krieg in dem Land getroffen. Die Houthis kontrollieren weite Teile Jemens und die Hauptstadt Sanaa. Sie werden von Iran unterstützt. Das Treffen in der omanischen Hauptstadt Maskat habe sich um die jüngsten Entwicklungen in dem Konflikt und die humanitäre Lage im Jemen gedreht, berichtete der Rebellen-nahe Fernsehsender Al-Masirah. Houthi-Sprecher Mohammed Abdel-Salam, der die Houthi-Delegation leitete, beschrieb das Treffen auf Twitter als „wichtig“.

          Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seit 2014 tobt dort ein Bürgerkrieg zwischen der jemenitischen Regierung und den Houthis. Saudi-Arabien trat 2015 mit arabischen Verbündeten in den Krieg ein, um die Houthis zu bekämpfen und den Einfluss des Erzrivalen Iran zurückzudrängen.

          Vergangenen Monat gab es Berichte über mutmaßliche „geheime“ Gespräche zwischen den Houthis und Saudi-Arabien. Laut Rebellenkreisen verhandelten dabei Houthi-Anführer mit ranghohen saudischen Vertretern durch Vermittler der Vereinigten Staaten, des Roten Kreuzes sowie Pakistans Ministerpräsidenten Imran Khan. Auch der UN-Jemenbeauftragte Martin Griffiths nahm demnach teil. Saudi-Arabien und die verbündete Regierung Jemens bestätigten die Gespräche nicht.

          In der Provinz Dali im Südwesten Jemens griffen Unbekannte nach UN-Angaben am Wochenende die Gelände dreier internationaler Hilfsorganisationen an. Die Angreifer hätten am Samstag und Sonntag Panzerfäuste eingesetzt und dabei einen Menschen verletzt und Eigentum beschädigt. Die Angriffe seien eine „alarmierende Verschärfung der Risiken, denen humanitäre Helfer im Jemen ausgesetzt sind“, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Zwölf Hilfsorganisationen setzten ihre Arbeit nach den Angriffen aus.

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