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Frankfurter Zeitung 22.02.1915 : Der Unterseekrieg

Bild: Picture-Alliance

Der Unterseekrieg fordert immer wieder wichtige Handelsschiffe. Am 22. Februar 1915 berichtet die Frankfurter Zeitung welche Schiffe betroffen sind und über welche Eigenschaften sie verfügen.

          1 Min.

          Versenkte Handelsschiffe.
          Amsterdam, 22. Febr. (Priv.-Tel., Ctr. Bln.)

          Reuter meldet aus Belfast: Am Samstag Nachmittag um 5 Uhr hielt ein deutsches Unterseeboot einem englischen Kohlendampfer in der Irischen See an. Es ließ der Bemannung fünf Minuten Zeit, in die Boote zu gehen und bohrte darauf das Schiff in den Grund.

          Es werden weitere Verluste englischer Handelsschiffe

          auf den atlantischen Ozean

          bekannt. Der Widerspruch in den nachfolgenden Meldungen dürfte, soweit er die Nationalität der Schiffe betrifft, auf den Wunsch zurückzuführen sein, die deutsche Marine möglichst bei den Neutralen anzuschwärzen.

          Reuter berichtet aus London: Nach einem Lloydbericht sind die englischen Dampfschiffe „Hemesphere“, „Highland Brae“, „Potaro“ und der norwegische Dampfer „Semantha“, sowie das englische Schiff „Wilfrid“ zum Sinken gebracht worden. Die gesamte Besatzung, und 51 Passagiere der „Highland Brae“ wurden gestern in Buenos Aires an Land gebracht.

          Reuter meldet aus Buenos Aires: Das deutsche Boot „Holger“ ist mit den Passagieren und der Besatzung der englischen Dampfschiffe „Highland Brae“, „Potaro“, „Hemesphere“ und der schwedischen Schiffe „Wildfrid“ und „Semantha“, die durch den

          „Kronprinz Wilhelm“

          zum Sinken gebracht wurden, angekommen. „Holger“ konnte innerhalb 24 Stunden nicht abreisen und wurde deshalb interniert.

          „Hemesphere“ wurde 1897 gebaut und hat 348€ Tonnen Wasserverdrängung, „Highland Brae“ 1910 gebaut und 7365 Tonnen, „Potaro“ 1904, 4378 Tonnen. „Semantha“ ist ein stählerner Viermaster von 2280 Tonnen, „Wilfrid“ ein kleines Segelschiff. Das deutsche Boot „Holger“ ist 5555 Tonnen groß und gehört der Rolandlinie in Bremen.

          Die nächste Ausgabe des historischen E-Papers erscheint am 23. Februar 2015.

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