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„Harte Bretter“ zur AfD : Danke, Altparteien, dass es Euch gibt!

Braucht ein dickes Fell: Bernd Lucke Bild: dpa

In Anbetracht der Umgangsformen in der AfD sind die von ihr so geschmähten „Altparteien“ ein Hort der demokratischen Zivilisation.

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          So blöd sind die „Altparteien“ offenbar gar nicht. Warum sollte sich Bernd Lucke sonst danach sehnen, dass sich die AfD wie alle „normalen“ Parteien entwickelt, also nur mit einem Parteivorsitzenden und nicht mit deren drei? Obwohl auch die Mehrfachspitze als „normal“ gelten könnte. Schließlich ist das bei den Grünen, die auch einmal „alternativ“ waren, und bei der Linkspartei bis heute so.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Wie in der AfD über Luckes Plan debattiert wird, sich zum alleinigen Vorsitzenden aufzuschwingen, zeigt aber vor allem die zivilisatorische Leistung der „Altparteien“. Über deren Formen, Rituale und Ochsentouren wird gerne gelästert. Auch hier gilt aber das ästhetische Prinzip, dass der Inhalt ohne Form nicht auskommt.

          Zur Formlosigkeit im Umgang des Spitzenpersonals der AfD miteinander möchte man deshalb sagen: Welch’ Alternative! Der größte Vorteil der AfD gegenüber Parteigründungen wie den „Republikanern“ war es bislang, dass sie überhaupt welches hatte. Vielleicht sollte man das Wort „Spitze“ aber künftig vermeiden und den „Altparteien“ auf Knien dankbar dafür sein, dass es sie gibt.

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