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Kommentar zu Martin Schulz : Die hart arbeitende SPD

Martin Schulz lässt die Umfragewerte der SPD in ungeahnte Höhen schnellen. Bild: dpa

Was denken wohl hart arbeitende Menschen, die sich an die Regeln halten, vom hart arbeitenden Büro Schulz, in dem sich alle strikt an die Regeln halten?

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          So war die Sache mit den hart arbeitenden Menschen, die sich an die Regeln halten, aber nicht gemeint. Was Martin Schulz und einem seiner Mitarbeiter jetzt vorgeworfen wird, ist genau das, wogegen sich der proletarische Ehrenkodex der SPD richten wollte: gegen die Verhaltensregeln vom Stamme „Nimm“.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Die SPD dachte dabei gern an Banker, Heuschrecken und andere Kapitalisten, die sich allerdings ebenso an Regeln halten wie das Büro Schulz es getan hat - nur vielleicht nicht so, wie sich das die Erfinder dieser Regeln gedacht hatten. Mit „Regeln“ war, wie könnte es im Fall der SPD auch anders sein, deshalb eigentlich „Moral“ gemeint, am besten noch die Moral im Sinne des Gemeinwesens - also zum Beispiel Bescheidenheit.

          SPD-Generalsekretärin Katarina Barley wies Erinnerungen daran - weil sie von der CDU kam - im Deutschlandfunk (es lohnt sich!) als üble Schmutzkampagne zurück und gab den Regeln die Schuld, die halt in „Europa“ gemacht worden seien. Ob sie damit Schulz einen Gefallen getan hat? Denn da sagt man sich als hart arbeitender Mensch: Wohl dem, der die Moral der Regeln in Zweifel ziehen lassen darf, die ihn nie weiter gestört hatten, solange sie sich tatkräftig ausbeuten ließen.

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