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Harte Bretter : Die große, große AfD

Bildung ist nicht schon Politik: Bernd Lucke im Wahlkampf Bild: dpa

Die AfD droht nicht nur an Kleingeistigkeit zu scheitern. Auch die Sehnsucht nach Großem steht ihr im Weg. In beidem äußert sich die Unfähigkeit zur Politik. Das Gegenmodell: Angela Merkel.

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          Nicht nur der Gegensatz zwischen Ideologie und Pragmatismus zeigt der „Alternative für Deutschland“ (AfD) immer wieder ihre Grenzen auf. Solche Gegensätze gibt es schließlich in jeder Partei – auch dann, wenn sie nicht gerade erst gegründet wurde, sondern schon sehr alt ist.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Viel mehr belastet die Partei das Unvermögen, ihren Anspruch im Zaum zu halten, zu allem und jedem – vor allem aber zu „Europa“ – etwas Großes, Einfaches, Schnelles, Umwerfendes bereitzuhalten. Das paart sich mit dem Bedürfnis, ein angebliches Tabu nach dem anderen zu brechen („Man wird ja noch mal sagen dürfen ...“).

          Beides steht in merkwürdigem Gegensatz dazu, dass Publikum wie Funktionäre der AfD besonderen Wert auf ihre Bildung legen. Der Widerspruch löst sich auf, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die beste Bildung nicht weiterhilft, wenn Politik, also der komplizierte Umgang mit Macht, ins Spiel kommt.

          Ein Blick in die Neujahrsansprache der Kanzlerin verrät, worum es dabei geht: Großes entsteht nur aus vielen kleinen Teilen. Merkels Stil aber ist gar nicht nach dem Geschmack der großen Sache der AfD. Eben.

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