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Vorreiterprojekt in Hamburg : Ein Unterrichtsfach für alle Religionen

Alevitische, muslimische, jüdische, evangelische und voraussichtlich auch katholische Lehrer sollen künftig in Hamburg Religionsunterricht halten, wenn sie ein vollständiges Studium und ein ordentliches Referendariat absolviert haben. Bild: dpa

In Hamburg gibt es einen Religionsunterricht für alle zusammen. Nun sollen dabei aber auch Lehrer unterschiedlicher Religionen beteiligt sein. Könnte das Vorreiterprojekt die Zukunft des Schulfachs bilden?

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          Hamburg ist einigermaßen stolz darauf, ein Vorreiterprojekt eines Religionsunterrichts für alle (Rufa 2.0) entwickelt zu haben. Daran sollen gleichberechtigt mehrere Religionsgemeinschaften beteiligt sein. Alevitische, muslimische, jüdische, evangelische und voraussichtlich auch katholische Religionslehrer werden künftig unterrichten, wenn sie ein vollständiges Studium und ein ordentliches Referendariat absolviert haben.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          „Das gemeinsame Lernen der Kinder ist eine wunderbare Idee für unsere religiös und kulturell vielfältige Stadt“, begeistert sich Schulsenator Ties Rabe (SPD), der in seinem früheren Leben selbst einmal Religion unterrichtet hat. Die katholische Kirche will sich grundsätzlich daran beteiligen, prüft aber gerade noch in einem gemeinsamen Modellversuch mit der evangelischen Nordkirche an einigen Hamburger Schulen, wie die Zusammenarbeit in der Praxis aussehen kann und ob der Lehrplan die Unterschiede der Konfessionen und Religionsgemeinschaften ausreichend berücksichtigt. Für die katholische Kirche ist dieser Schritt schwerer als für andere Beteiligte, weil sie den Religionsunterricht immer auch als Ort der Mission sah.

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