https://www.faz.net/-gpf-397l

Guantanamo : Gefangene dürfen wieder Turbane tragen

  • Aktualisiert am

Die USA haben nach dem Hungerstreik von 200 Gefangenen auf dem Militärstützpunkt Guantanamo in der Turban-Frage eingelenkt.

          Die USA haben nach dem Hungerstreik von fast 200 Gefangenen auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo in der Turban-Frage eingelenkt. Die moslemischen Gefangenen dürften Turbane tragen, sagte ein Militärsprecher am Freitag und sprach von einem Missverständnis.

          Nach Angaben des Militärs setzten nur 73 Gefangene den vor zwei Tagen begonnen Hungerstreik fort. Der Kommandant im Gefängnis ließ den insgesamt 300 moslemischen Gefangenen aus rund 30 Länder durch einen Dolmetscher erklären, dass sie Turbane tragen dürften. Der Vorfall am Mittwoch, als einem Häftling befohlen worden sei, den Turban abzunehmen, sei auf ein Missverständnis zurückzuführen. Der Wächter habe nicht gewusst, dass der Gefangene beim Gebet gewesen sei.

          "Er (der Kommandant) hat ihnen gesagt, dass sie, wenn sie wollen, Turbane tragen können, indem sie das benutzen, was sie haben - Laken oder Handtücher", sagte der Militärsprecher. Aus Sicherheitsgründen würden sie aber kontrolliert.

          An dem Hungerstreik hatten sich am Donnerstag fast 200 Gefangene beteiligt. In dem Lager werden Gefangene aus Afghanistan festgehalten. Sie waren von amerikanischen Soldaten während der Militäroperationen gegen die radikal-islamischen Taliban und die Al-Qaida-Gruppe des moslemischen Extremisten Usama bin Ladin gefangen genommen und nach Kuba gebracht worden. Die USA suchen den Drahtzieher der Anschläge vom 11. September noch immer.

          Weitere Themen

          Das ändert sich für Steuerzahler Video-Seite öffnen

          Soli : Das ändert sich für Steuerzahler

          Seit 1991 tragen die deutschen Steuerzahler mit dem Solidaritätszuschlag maßgeblich zur Finanzierung der deutschen Einheit bei. Nach drei Jahrzehnten soll Schluss sein. Bundesfinanzminister Olaf Scholz will den Soli ab 2021 für die allermeisten Steuerzahler streichen.

          Topmeldungen

          Klimaaktivistin in Amerika : „Greta ist das Böse“

          Greta Thunberg wird in den Vereinigten Staaten nicht nur von begeisterten Aktivisten empfangen. Auch die Lobbyisten aus dem Lager der Klimawandel-Leugner laufen sich schon warm.

          Luxusbauten in New York : Ästhetische Abschottung

          Ein Penthouse für 239 Millionen Dollar: Die Wohlhabendsten schauen von immer größeren Höhen auf das Stadtvolk hinab. New York baut jetzt superdünn.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.