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Botschafter in Venezuela : Guaidó sieht in Ausweisung „Drohung gegen Deutschland“

  • Aktualisiert am

Der venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó Bild: AP

Außenminister Heiko Maas kritisiert die Ausweisung des deutschen Botschafters durch Maduros Regierung als „unverständlich“. Auch der selbsternannte venezolanische Interimspräsident äußert sich – und wünscht sich von Europa eine deutliche Reaktion.

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          Der selbsternannte Übergangspräsident Venezuelas, Juan Guaidó, hat abermals Kritik an der Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener geübt und eine Verschärfung der Sanktionen gegen die linksnationalistische Führung des südamerikanischen Landes gefordert. Das Vorgehen gegen Kriener stelle „eine Drohung gegen Deutschland“ dar, sagte Guaidó dem „Spiegel“.

          Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wolle zeigen, dass er noch über Macht verfügt, sagte Guaidó. Maduro sei aber nicht befähigt, einen Botschafter auszuweisen, daher habe er selbst Kriener auch gebeten, im Land zu bleiben, sagte Guaidó. Er hoffe, „dass Europa auf diese schwerwiegende Drohung gegen einen Botschafter scharf reagiert“.

          Maas kritisiert Ausweisungsentscheidung

          Außenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, die „unverständliche Entscheidung“ habe die Lage weiter verschärft. Er habe entschieden, den Botschafter zu Konsultationen zurückzurufen. Die europäische Unterstützung für Guaidó sei aber ungebrochen.

          Venezuela hatte Kriener am Mittwoch wegen Einmischung in innere Angelegenheiten und Unterstützung der Opposition zur unerwünschten Person erklärt. Das venezolanische Außenministerium forderte den Botschafter auf, das Land binnen 48 Stunden zu verlassen.

          Als Reaktion auf Maduros Vorgehen gegen Deutschland schlug Guaidó vor, „die finanziellen Sanktionen gegen das Regime zu verschärfen“. Der Druck müsse weiter erhöht werden. „Ein Diktator reagiert nur auf Druck.“ Die internationale Gemeinschaft müsse verhindern, dass das Geld der Venezolaner missbraucht werde, „um Regimekritiker und Indigene umzubringen“.

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