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Grundschul-Studien : Deutsche Viertklässler  überdurchschnittlich gut

  • Aktualisiert am

Diktat eins? Szene aus einer Grundschule im südhessischen Pfungstadt Bild: dapd

Im Lesen und Rechnen zeigen sich die Viertklässler in Deutschland weiter über dem internationalen Durchschnitt. Es kommen aber nicht alle im Unterricht mit, wie die aktuellen Grundschulstudien zeigen.

          Die Viertklässler in Deutschland erreichen beim Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften erneut überdurchschnittliche Leistungen. Mit ihren Leistungen liegen die Grundschüler im internationalen Vergleich im oberen Drittel. Ihre Ergebnisse standen über dem Mittelwert der EU-Staaten und der OECD-Länder, wie aus den am Dienstag in Berlin vorgestellten Grundschul-Studien IGLU und TIMMS hervorgeht. Deutschlands Grundschüler sind international auf einem sehr guten Stand“, sagte Studienleiter Wilfried Bos.

          Schüler bestätigen Leistungsniveau der letzten Studien

          Deutsche Grundschüler bestätigten damit das Leistungsniveau der vorherigen Studien aus den Jahren 2001 und 2007. Kinder mit Migrationshintergrund verbesserten zudem in allen drei Bereichen ihre Leistungen. Bei IGLU wurde die Lesefähigkeiten der Kinder getestet, bei TIMMS ging es um die  mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen.

          Deutsche Grundschüler sind beim Lesen und Schreiben weiter über dem Durchschnitt

          Der wissenschaftlicher Leiter der Studien, Wilfried Bos, sagte: „Wir haben unsere hohe Position halten können.“ Zugleich aber hinkt rund jedes fünfte Kind in problematischer Weise hinterher. Es gebe deutliche Anteile von Kindern, die in den drei Bereichen so schlecht seien, dass sie in der Sekundarstufe I Probleme bekommen dürften, so Bos. Und es gebe im internationalen Vergleich teils weniger Kinder in der obersten Kompetenzstufe. „Das veranlasst einen zur Sorge. Wir vergeuden unsere Talente“, sagte Bos.

          Gewinner sind die Migranten

          Nur 11 Prozent der Kinder lesen ausschließlich in der Schule. „Unsere Kinder lesen viel, und sie lesen gerne“, sagte Bos. „Das ist eine große Leistung unserer Grundschulen und auch unserer Elternhäuser.“ Allerdings seien die Leistungen oft an die Schichtzugehörigkeit gekoppelt. „Ein Kind von einem Professor oder einem Chefarzt hat eine 4,7-fache Chance zur Gymnasialempfehlung im Vergleich zu einem Facharbeiter.“ Gewinner seien die Migranten. Nur 0,8 Prozent der Kinder sprächen zuhause nie deutsch. „Man kann schwerlich von Parallelgesellschaft sprechen.“

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