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Grundsatz-Programm : Kuhn: „Grüne keine Partei der Anti-Globalisierung“

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Der Grünen-Vorsitzende Fritz Kuhn Bild: AP

Der Vorsitzende von Bündnis90/Grüne, Kuhn, will die Debatte um eine mögliche Einbindung der Globalisierungsgegner nicht länger den Linken in der Partei überlassen.

          Der Bundesvorsitzende der Grünen, Fritz Kuhn, hat seine Partei noch einmal nachdrücklich aufgerufen, an der Gestaltung des Globalisierungsprozesses mitzuwirken.

          „Die Grünen sind keine Anti-Globalisierungspartei“, sagte Kuhn am Samstag in Bremen bei der ersten von sieben Regionalkonferenzen zum neuen Grundsatzprogramm der Grünen. Zugleich betonte er, mit reaktionären Globalisierungsgegnern „haben wir nichts zu tun“.

          Der Grünen-Mitbegründer Daniel Cohn-Bendit hatte die Partei aufgefordert, enger zur Bewegung der Globalisierungskritiker aufzuschließen.

          Rückendeckung von Stoiber

          Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber äußerte unterdessen Verständnis für Globalisierungsgegner. Der „Bild am Sonntag“ sagte er: „Die Demonstrationen in Göteborg und Genua haben gezeigt, dass wir die Globalisierungsängste ernst nehmen müssen, dass die Globalisierung auch eine soziale Verantwortung und Abfederung braucht.“ Politik dürfe sich nicht „an der Spaßgesellschaft orientieren“, sondern „an den Sorgen von Hunderttausenden, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben“.

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