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Griechisches Foulspiel : Ungewöhnlich dumm

Die Verschwörungstheoretiker in Athen halten offenkundig alle anderen EU-Mitglieder für blöd. Man muss wohl griechischer Ökonomieprofessor sein, um das als klug anzusehen.

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          Deutschland ist nach wie vor der liebste Buhmann der neuen Regierung in Athen: Dem kann man so schön Wehrmacht- und SS-Uniformen anziehen, das versteht noch der dümmste Grieche. Doch auch andere EU-Mitglieder kriegen ihr Fett weg, wenn sie Hellas nicht in seinem heroischen Kampf gegen das „Diktat“ Berlins unterstützen.

          Madrid und Lissabon durften sich jetzt den Vorwurf anhören, sie stünden an der Spitze einer Verschwörung, deren Ziel der Sturz der Regierung Tsipras sei. Inzwischen muss man sich wirklich fragen, für wie blöd die Verschwörungstheoretiker in Athen alle anderen EU-Mitglieder halten – vor allem jene, die schon die Reformen ausgeführt haben, denen die Griechen immer noch auszuweichen suchen.

          Warum ausgerechnet Spanien und Portugal dafür stimmen sollten, die Bedingungen für Griechenland abzumildern und Athen Kredite zu erlassen, können wohl nur griechische Ökonomieprofessoren erklären. In Berlin wurde das jüngste Auskeilen Athens „ein sehr ungewöhnliches Foulspiel“ genannt. Man könnte auch „ungewöhnliche Dummheit“ dazu sagen.

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