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Glosse Politik : Wählerprovokation

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G.H. Das CSU-Präsidium hat beschlossen, sich von der bevorstehenden Landtagswahl nicht aus der Ruhe bringen zu lassen: Es "wird mit dem Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Edmund Stoiber die erfolgreiche Politik für Bayern über 2008 hinaus fortsetzen".

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          G.H. Das CSU-Präsidium hat beschlossen, sich von der bevorstehenden Landtagswahl nicht aus der Ruhe bringen zu lassen: Es "wird mit dem Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Edmund Stoiber die erfolgreiche Politik für Bayern über 2008 hinaus fortsetzen". Dass dem spitzfindigen Juristen Stoiber nicht aufgefallen ist, welche Tücke in dieser Solidaritätserklärung steckt, erstaunt. Für ehrlich hätten die Bürger den Freundschaftsdienst der CSU-Präsiden für ihren bedrängten Vormann nur halten können, wenn ihm lediglich die Spitzenkandidatur für die Wahl zugesichert worden wäre. Auch das wäre unter den jetzigen Umständen ein starkes Signal gewesen. Doch gleich das Amt des Ministerpräsidenten im Jahr 2009 zu versprechen heißt nicht nur, die Rechnung ohne die Wähler zu machen, sondern die Wähler absichtlich zu provozieren. "Wollen wir mal sehen", sollen sich diese wohl denken. Wird im CSU-Präsidium nur noch über die Bande gespielt, und hoffen die Kritiker von vorgestern ("Abnützungserscheinungen") darauf, dass noch schlechtere Umfrageergebnisse Stoiber doch noch zum Einlenken bringen? Oder schinden sie verzweifelt Zeit, weil sie sich nicht auf die Nachfolge einigen können?

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