https://www.faz.net/-gpf-u5gr
 

Glosse Politik : Vor Kreuth

  • Aktualisiert am

kum. Das hat Frau Pauli nun davon. Galt es bis vor der "Bespitzelungsaffäre" noch als halbwegs spannende Frage, ob sich Edmund Stoiber vor der Landtagswahl im Herbst 2008 zurückziehen werde oder nicht, lässt der Ministerpräsident nun unter dem Druck des Fürther Furors die Luft heraus.

          kum. Das hat Frau Pauli nun davon. Galt es bis vor der "Bespitzelungsaffäre" noch als halbwegs spannende Frage, ob sich Edmund Stoiber vor der Landtagswahl im Herbst 2008 zurückziehen werde oder nicht, lässt der Ministerpräsident nun unter dem Druck des Fürther Furors die Luft heraus. Für "seine" Spitzenkandidatur brauche es keine Urwahl, wurde Stoiber zitiert. Die Anwärter auf seine Nachfolge lässt er damit wie Hunde an der Frage leiden, ob sich denn ihre Treue auszahlen und der CSU-Vorsitzende freiwillig das Feld räumen werde. Stoibers Worte lassen sich freilich auf vielerlei Art deuten: sollte es eine Urwahl geben, wäre Stoiber nicht mehr Spitzenkandidat; oder: eine Urwahl ist für jegliche Spitzenkandidatur überflüssig, also auch für seine; oder: Stoiber kandidiere auf jeden Fall, also ist eine Urwahl überflüssig. Zumindest letztere Möglichkeit kann ausgeschlossen werden, schließlich lässt sich die CSU-Führung, so viel ist sicher, von Stoiber nicht derart gängeln. Bleibt also die Fast-Gewissheit, dass es eine Urwahl nicht geben wird. Alles andere ist (wieder) offen. Vielleicht gibt es neuerdings deshalb so viele an der Spitze der CSU, die Frau Pauli am liebsten den Mund stopfen wollen.

          Topmeldungen

          Die Pläne der Senderführung beim HR sind ein Misstrauensvotum gegen die eigenen Mitarbeiter.

          Kurs des Hessischen Rundfunks : Weniger Kultur wagen?

          Beim Hessischen Rundfunk soll das Radio-Kulturprogramm hr2 nach dem Willen der Senderführung verschwinden. Die Argumentation für diesen Schritt ist typisch. Sie zeugt von Verachtung – für die Kultur, die Mitarbeiter und die Beitragszahler.

          Muttermilch-Spenden : Ein Milliliter Lebenskraft

          Fridolin und Jonathan sind viel zu früh geboren. Auf der Intensivstation kämpfen sich die Frühchen in diese Welt – auch dank gespendeter Muttermilch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.