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Glosse Politik : Vabanque in Rom

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K.F. Dünn ist der Faden, an dem das politische Schicksal der Regierung Prodi hängt, und in den Händen halten diesen Faden weiterhin jene Kräfte, die ihn vor einigen Tagen schon einmal schnappen ließen.

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          K.F. Dünn ist der Faden, an dem das politische Schicksal der Regierung Prodi hängt, und in den Händen halten diesen Faden weiterhin jene Kräfte, die ihn vor einigen Tagen schon einmal schnappen ließen. Prodi hat nach der knapp bestandenen Vertrauensabstimmung im Senat kräftig durchgeatmet, weil in der Kammer die Mehrheitsverhältnisse besonders prekär sind. Aber aus dem Schneider sind er und seine Mitte-links-Regierung nicht. Die nächste Abstimmung über ein außenpolitisches Thema, das ideologisch aufgeladen ist, kommt bestimmt, und dann wird der linke Flügel der Kommunisten wieder die "Gesinnung" über die Stabilität der Regierung stellen. Dann mag die Opposition um Berlusconi und Fini Prodi und seinem Außenminister D'Alema beispringen - und Italien davor bewahren, sich außenpolitisch lächerlich zu machen und bei einem Thema wie dem Afghanistan-Einsatz bündnispolitische Unzuverlässigkeit vorzuführen. Dass die Italiener nicht mehr damit rechnen, dass die Regierungskoalition die kommenden Monate überstehen wird, ist kein Wunder. Der "Geburtsfehler" der Koalition liegt weniger im Wahlrecht als in den harten ideologischen Gegensätzen. Jede Abstimmung wird zum Vabanquespiel.

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