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Glosse Politik : Spannungen

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wgl. Der Wahlsieg der radikalislamischen Hamas ist nicht nur in Israel als Schock aufgenommen worden, sondern auch bei jenen arabischen Regimen, die bereit sind, mit dem jüdischen Staat Frieden zu schließen, oder dies schon, wie Ägypten und Jordanien, getan haben.

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          wgl. Der Wahlsieg der radikalislamischen Hamas ist nicht nur in Israel als Schock aufgenommen worden, sondern auch bei jenen arabischen Regimen, die bereit sind, mit dem jüdischen Staat Frieden zu schließen, oder dies schon, wie Ägypten und Jordanien, getan haben. Doch auch die unterlegene al Fatah hat nicht mit einer derart demütigenden Niederlage gerechnet. Man muß nicht gleich das Wort "Bürgerkrieg" in den Mund nehmen; doch ein bewaffneter Zusammenstoß zwischen Hamas-Leuten und Al-Fatah-Kämpfern zeigt, wie gespannt die Lage ist. Da ist es gut, daß Ismail Hanija, einer der Führer von Hamas, sich in den nächsten Tagen mit Präsident Mahmud Abbas treffen möchte, um über das Verhältnis zwischen seiner Organisation und der al Fatah zu reden. Abbas gehört zur al Fatah. Auch in der al Fatah gibt es Heißsporne, die bereit sind, für ihre eher weltlich-linken als islamistischen Vorstellungen in den Kampf zu ziehen. Und Palästina starrt von Waffen. Wenn Bundeskanzlerin Merkel an diesem Sonntag in die Krisenregion reist, nach Israel zunächst, wo auch bald Wahlen stattfinden werden, dann zu den Palästinensern, wird sie die Spannungen spüren.

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