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Glosse Politik : So nicht

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D.D. Die Parlamentswahl in Venezuela am Sonntag eröffnet eine Serie von Abstimmungen, die nicht nur die Mehrzahl der Länder Mittel- und Südamerikas bis zum Ende des kommenden Jahres in Atem halten wird: Von Mexiko über Kolumbien ...

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          D.D. Die Parlamentswahl in Venezuela am Sonntag eröffnet eine Serie von Abstimmungen, die nicht nur die Mehrzahl der Länder Mittel- und Südamerikas bis zum Ende des kommenden Jahres in Atem halten wird: Von Mexiko über Kolumbien und Bolivien bis nach Brasilien und Chile stehen Präsidenten-, in nicht wenigen überdies Parlamentswahlen bevor. Doch ob nun ein neuerlicher "Linksrutsch" zu befüchten ist oder nicht - der Umstand, daß die Staaten südlich des Rio Grande mittlerweile nicht nur formal als Demokratien gelten können, sollte auch in Europa Anlaß zur Genugtuung sein. Gleichwohl gibt es auch weiterhin Anlaß, sich über die politische Stabilität einiger Staaten Sorgen zu machen. In dieser Hinsicht kann die Wahl in Venezuela schon jetzt als Menetekel gelten. Denn dank einer notorisch uneinigen und moralisch diskreditierten Opposition, die ihr absehbares Desaster nur durch einen Wahlboykott meinte abwenden zu können, kann sich der revolutionär gestimmte Präsident Chavez womöglich bald einer verfassungsändernden Parlamentsmehrheit erfreuen. So war das mit der Demokratie nicht gedacht.

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