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Glosse Politik : Scharons Bekenntnis

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wgl. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon könnte als einer der wenigen Politiker in die Geschichte eingehen, die noch im hohen Alter jenes Bild, das man sich jahrzehntelang von ihnen gemacht hatte, in sein Gegenteil verkehren.

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          wgl. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon könnte als einer der wenigen Politiker in die Geschichte eingehen, die noch im hohen Alter jenes Bild, das man sich jahrzehntelang von ihnen gemacht hatte, in sein Gegenteil verkehren. Jedenfalls versucht er das. Konsequent hat er den Abzug der Armee und der Siedler aus dem Gazastreifen durchgesetzt. Nun hat er als erster Regierungschef seines Landes vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen das Recht der Palästinenser auf ihren eigenen Staat bekräftigt: "Sie verdienen die Freiheit und ein nationales souveränes Gebilde in ihrem eigenen Land." Diese Worte fielen nicht in Scharm al Scheich oder vor irgendeinem Denk-Zirkel, sondern vor der Weltöffentlichkeit. Paart sich bei Scharon nun Altersmilde mit Weisheit? Vor allem ist er Realist. Das zeigt sich daran, daß er zunächst den Palästinensern Sicherheitsleistungen abverlangt, bevor der Friedensprozeß weitergehen soll. An der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen muß der Schmuggel von Waffen unterbunden werden. Das wird schon deshalb nicht einfach sein, weil mancher ägyptische Soldat mit den Palästinensern sympathisieren mag, auch mit der Hamas.

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