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Glosse Politik : Rückzugsfieber?

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wgl. Ist der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon im Rückzugsfieber? Kaum sind die jüdischen Siedlungen im Gazastreifen geräumt, deutet er schon an, es müßten im Westjordanland weitere folgen. Natürlich würde das, wenn es ...

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          wgl. Ist der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon im Rückzugsfieber? Kaum sind die jüdischen Siedlungen im Gazastreifen geräumt, deutet er schon an, es müßten im Westjordanland weitere folgen. Natürlich würde das, wenn es verwirklicht würde, bei der arabischen Seite gut ankommen und insgesamt den Friedensprozeß voranbringen. Durch den raschen und erfolgreichen Rückzug aus Gaza scheint sich zudem manches verändert zu haben. So wollen die isoliert lebenden Siedler von Tene Oranim bei Hebron freiwillig ihre Häuser räumen, wenn man sie entschädigt. Scharon möchte, daß die großen Siedlungsblöcke, die Kleinstädten gleichen und in deren Infrastruktur viel Geld investiert wurde, für Israel erhalten bleiben. Das kann aber - wenn überhaupt - nur gelingen, wenn die vielen kleinen Siedlungen allmählich geräumt werden und die Besatzung ein Ende findet. Das alles ist noch Zukunftsmusik; doch ist Scharon offenbar bereit, sich mit seinem innerparteilichen Rivalen Benjamin Netanjahu in dieser Sache anzulegen. Am 25. September will das Zentralkomitee der Likud-Partei zusammentreten, um die Frage nach dem Vorsitz klären zu lassen. Scharons offene Taktik überrascht viele.

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