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Glosse Politik : Revolutionsterror

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D.D. Vor wenigen Tagen ließ sich der amerikanische Verteidigungsminister Rumsfeld mit den Worten vernehmen, das Terrornetz Al Qaida habe Lateinamerika bislang weitgehend links liegengelassen. Jetzt verdächtigen die Vereinigten Staaten ...

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          D.D. Vor wenigen Tagen ließ sich der amerikanische Verteidigungsminister Rumsfeld mit den Worten vernehmen, das Terrornetz Al Qaida habe Lateinamerika bislang weitgehend links liegengelassen. Jetzt verdächtigen die Vereinigten Staaten gleich acht der insgesamt 17 Personen, die in Kolumbien unter dem Vorwurf der Paß- und Visafälschung festgenommen wurden, mit Al Qaida oder der Hamas in Verbindung zu stehen. Für diese Verbindung spricht einiges, vor allem die in vierzig Jahren gewachsene terroristische Infrastruktur der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (Farc). Lange Zeit haben sich die Farc durch Abschöpfung von Gewinnen aus der Kokainproduktion und mittels des "Geschäftsmodells" Entführung finanziert. Andere einträgliche Unternehmungen wie die Fälschung von Euro-Noten und Identitätspapieren sind mittlerweile hinzugekommen. Das scheint sich von Palästina über den Irak bis nach Afghanistan herumgesprochen zu haben - und könnte denen im Westen die Augen öffnen, die die Farc immer noch für eine edel gesinnte Befreiungsarmee halten und nicht für eine vulgäre Kriminellenorganisation und einen tatkräftigen Subunternehmer des islamistischen Terrorismus.

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