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Glosse Politik : Psychodrama

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Nm. Der Ausleseprozeß für den sozialistischen Kandidaten bei der nächsten Präsidentenwahl in Frankreich - sie findet im Mai 2007 statt, die Sozialisten wollen Mitte November eine Urwahl abhalten - entwickelt sich immer mehr zum Psychodrama.

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          Nm. Der Ausleseprozeß für den sozialistischen Kandidaten bei der nächsten Präsidentenwahl in Frankreich - sie findet im Mai 2007 statt, die Sozialisten wollen Mitte November eine Urwahl abhalten - entwickelt sich immer mehr zum Psychodrama. Der Parteivorsitzende Hollande sieht sich als "geborener" Kandidat, doch seine (ihm nicht angetraute) Lebensgefährtin Ségolène Royal ist in den Umfragen absolute Spitzenreiterin. Sie liegt sogar vor dem wahrscheinlichen Kandidaten der Gaullisten, Innenminister Sarkozy. Weil Hollande das Überlaufen immer weiterer Parteikader in das Lager Royals zu bremsen versucht, hängt nun der Haussegen in der sechsköpfigen Familie schief. Hoffnungen auf eine Nominierung macht sich auch noch der ehemalige Parteivorsitzende und Premierminister Jospin, der nach seinem schmählichen Abschneiden im ersten Wahlgang 2002 die Brocken hingeworfen hatte, was ihm die Partei nachhaltig übelnahm. Seit Monaten sagt Jospin, er sei bereit, wenn er gerufen werde und der Partei helfen könne. Jetzt hat er tränenreich seine Entscheidung aus dem Jahr 2002 erläutert, um diesen Stein des Anstoßes aus dem Weg zu räumen. Fragt sich nur noch: Ruft bald jemand?

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