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Glosse Politik : Jagdfieber

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G.H. Nicht alles, was Parlamentsfüchse in Jagdfieber versetzt, ist für die Öffentlichkeit verständlich. Jetzt sind einige Abgeordnete der CDU dabei, im Fall Kurnaz dem Außenminister mit Vorhaltungen, sogar Vorwürfen nachzustellen.

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          G.H. Nicht alles, was Parlamentsfüchse in Jagdfieber versetzt, ist für die Öffentlichkeit verständlich. Jetzt sind einige Abgeordnete der CDU dabei, im Fall Kurnaz dem Außenminister mit Vorhaltungen, sogar Vorwürfen nachzustellen. Dabei bedienen sie sich der vermeintlich klaren Trennung zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Diese Methode geht schon in jeder Ehe oder auch nur Lebensabschnittspartnerschaft schief. Die CDU muss sich entscheiden, ob sie mit der SPD regieren oder gegen die Vergangenheit der SPD opponieren will. Denn die Leute machen sich so ihre Gedanken: Wusste die Union nicht, was die SPD unter Schröder getrieben hat? Hat sie bei den Koalitionsverhandlungen nicht bedacht, dass sie mit Schröders Kanzleramtsminister auch ein Stück rot-grünes Erbe in die Regierung Merkel übernimmt? Haben die CDU-Abgeordneten, die jetzt über die Schilderungen aus Guantánamo erschrecken, früher nicht Zeitung gelesen? Will die CDU mit dem Vorwurf, Steinmeier habe die Rückkehr von Kurnaz nach Deutschland vereitelt, den Umkehrschluss nahelegen, ein Außenminister Schäuble und ein Innenminister Bosbach hätten den Jungtürken schleunigst nach Hause geholt?

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