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Glosse Politik : In Tschad

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Bc. Das Mandat der Vereinten Nationen für eine Militärmission der EU in Tschad liegt nun vor. Die 4000 Soldaten, die dort zum Einsatz kommen sollen, werden aber weiterhin gesucht. Außer Frankreich hat erst eine Handvoll anderer Mitgliedstaaten kleinere Truppenkontingente zugesagt.

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          Bc. Das Mandat der Vereinten Nationen für eine Militärmission der EU in Tschad liegt nun vor. Die 4000 Soldaten, die dort zum Einsatz kommen sollen, werden aber weiterhin gesucht. Außer Frankreich hat erst eine Handvoll anderer Mitgliedstaaten kleinere Truppenkontingente zugesagt. Das Zögern ist verständlich. Denn trotz des persönlichen Einsatzes, mit dem Präsident Sarkozy und sein Außenminister Kouchner für den Plan geworben haben, konnte Frankreich nicht überzeugend begründen, was die EU-Soldaten (und 300 im Auftrag der UN entsandte Polizisten) in Tschad eigentlich erreichen sollen. Kouchner hatte zunächst an einen "humanitären Korridor" zur Versorgung der Flüchtlingslager in Darfur gedacht. Das erwies sich als unrealistisch. Übrig bleibt nun ein Auftrag zum Schutz von Flüchtlingen, gleichsam als Ergänzung zu der von den UN beschlossenen Entsendung von Blauhelmsoldaten nach Darfur. Frankreich hat auf eine EU-Mission gedrungen, weil eine rein französische in der Region nicht willkommen gewesen wäre. Nun muss es doch die überwiegende Zahl der Truppen stellen. Gewiss, Paris tut etwas in der Darfur-Krise. Aber ist es mehr als Aktionismus?

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