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Glosse Politik : Hart erkämpft

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kum. Die Koalitionskrise in Schleswig-Holstein zeigt, wie wenig sich die SPD angesichts schwindender Zustimmung zutrauen darf und dass sie in Kiel für ihren Landesvorsitzenden Ralf Stegner nicht gerade durch dick und dünn gehen will.

          kum. Die Koalitionskrise in Schleswig-Holstein zeigt, wie wenig sich die SPD angesichts schwindender Zustimmung zutrauen darf und dass sie in Kiel für ihren Landesvorsitzenden Ralf Stegner nicht gerade durch dick und dünn gehen will. Stegner musste sich sein Etappenziel, den Fraktionsvorsitz, gegen erheblichen Widerstand erkämpfen. Er hat nun beste Voraussetzungen, auch die Spitzenkandidatur zu erobern, die er sich für seinen Rücktritt als Innenminister recht kaltschnäuzig schon ausbedungen hatte. Stegner konnte so überspielen, dass er sich verrechnet hatte: Die SPD-Führung wollte für ihn und seine Begabung, mit Sein und Schein zu jonglieren, die Koalition nicht scheitern lassen. Ministerpräsident Carstensen hätte die Gelegenheit, Stegner als Rivalen vom Kabinettstisch zu verdrängen, also nicht besser wählen können. Losgeworden ist ihn Carstensen dadurch allerdings nicht; selbst am Kabinettstisch könnte ein Fraktionsvorsitzender Stegner hin und wieder Platz nehmen, ohne die Beschlüsse mittragen zu müssen, die dort getroffen werden. Wer ist also Gewinner, wer Verlierer? In der Gefangenschaft ist der Unterschied nicht gerade groß. So ist das in einer großen Koalition.

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