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Glosse Politik : Geräumt

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wgl. Es bleibt dabei: Der Nahe Osten ist (auch) ein Land der Wunder. Nach Jahrzehnten schier ausweglosen Streits und brutaler Gewalt auf beiden Seiten läßt Ariel Scharon, der einmal der "Oberste" aller Siedler war, in kürzester Zeit ...

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          wgl. Es bleibt dabei: Der Nahe Osten ist (auch) ein Land der Wunder. Nach Jahrzehnten schier ausweglosen Streits und brutaler Gewalt auf beiden Seiten läßt Ariel Scharon, der einmal der "Oberste" aller Siedler war, in kürzester Zeit den Gazastreifen und vier Siedlungen im Westjordanland räumen, während der Pianist und Dirigent Barenboim, ein Jude, fast gleichzeitig in Ramallah Mozart und Beethoven spielen läßt, von einem Orchester, das Israelis und Araber umfaßt. Der Frieden komme dadurch nicht, sagte der berühmte Musiker realistisch vor dem Konzert seines "West-östlichen Divans", aber ein positives Zeichen sei es immerhin. So ist es. Über dem Terrorismus der einen Seite und den staatlich sanktionierten Tötungen von Zivilisten der anderen wird oft vergessen, daß die Mehrheit der Israelis und die der Palästinenser eine Regelung wünschen. Nur herrschen große Berührungsängste. Eine Regelung weiter voranzutreiben, nun, da Gaza vollständig geräumt worden ist, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt. Doch aus den Kreisen der jüdischen Siedler kommen wieder feindselige Parolen, sie stilisieren den Rückzug aus Gaza zum Trauma; und die Hamas will "gesiegt" haben. Die Zahl der Wunder ist doch begrenzt.

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