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Glosse Politik : Es liegt an Europa

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K.F. Das hätte der iranische Präsident wohl gerne: Weil sein Regime sich mit der Internationalen Atomenergiebehörde auf die Beantwortung einiger Fragen geeinigt hat, erklärt er den Atomkonflikt schon für beendet.

          K.F. Das hätte der iranische Präsident wohl gerne: Weil sein Regime sich mit der Internationalen Atomenergiebehörde auf die Beantwortung einiger Fragen geeinigt hat, erklärt er den Atomkonflikt schon für beendet. Aber jene Fragen, deren Beantwortung die Wiener Behörde offenbar so brennend interessiert, sind irrelevant - sie dienen "objektiv" nur dazu, dass Iran weiter Zeit gewinnt. Der Atomkonflikt ist mitnichten entschärft, denn Teheran tut nicht, was der UN-Sicherheitsrat verlangt: die Urananreicherung einstellen, aufhören, Zentrifugen in Betrieb zu nehmen, größtmögliche Transparenz herstellen. Weil das dem Präsidenten Ahmadineschad bekannt ist, war sein Auftritt reine Schau. Aber vielleicht hat es ihn und die anderen Mächtigen in Teheran irgendwie beeindruckt, dass es die Europäer Merkel und Sarkozy waren - und nicht der Amerikaner Bush -, die in New York mit großem Ernst über den Konflikt und über die Gefahren sprachen, die von einem atomar bewaffneten Iran ausgingen. Denn es hängt ganz wesentlich von Berlin und Paris ab, ob und wie der Konflikt geregelt wird. Denn je entschlossener und entschiedener sie auftreten, desto größer sind die Chancen, dass Sarkozys unheilvolle Alternative - iranische Bomben oder Bomben auf Iran - eine düstere Metapher bleibt.

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